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Der Flughafen Gießen war ein Flugplatz in Gießen-Wieseck, Mittelhessen.

Geschichte Bearbeiten

Den Beginn des Luftverkehrs in Gießen markiert die Errichtung eines Flugfeldes in der Gemarkung „Am Stolzen Morgen“ im Jahr 1925. Für Wartung und Abfertigung wurde zunächst ein einfacher Holzbau errichtet. Die Eröffnungsfeier fand am 5. Juli 1925 in Anwesenheit des Flugzeugbauers Hugo Junkers statt. Von hier aus bediente die Lufthansa zunächst die Strecke Gießen–Frankfurt, kurz darauf auch in nördlicher Richtung die Strecke Gießen–KasselHannover.

1927 ließ die Luftverkehrs A.G. Oberhessen-Lahngau als Betreibergesellschaft den Holzbau durch ein Empfangsgebäude im Bauhausstil erbauen, das auch ein Restaurant mit Aussichtsterrasse und Hotelzimmer beinhaltete. Es wurde zusammen mit einem nun befestigten Rollfeld am 27. September 1927 eingeweiht. 1929 folgten ein Hangar und weitere Nebengebäude.

Datei:US-Depot Giessen-Wieseck 28082005.JPG

1931 wurde der Flughafen Gießen an 129 Tagen im Linienbetrieb angeflogen; insgesamt waren in diesem Jahr 2.252 Starts zu verzeichnen. Trotzdem wurde wegen zu geringer Frequentierung der Flugbetrieb im Jahr 1933 eingestellt. Ab 1937 wurde er zum Militärflugplatz umgebaut und das Kampfgeschwader 55 „Greif“ der Luftwaffe hier stationiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten die US-amerikanischen Streitkräfte auf dem ovalen Rollfeld das US-Depot Gießen mit der Europa-Zentrale (inklusive Güterumschlagszentrum) der armeeeigenen Konsumgüterversorgungskette AAFES.[1] Das Terminal wurde zum Verwaltungsgebäude umfunktioniert.

Datei:Flughafen Gießen 02.JPG
Der militärische Teil des US-Depots wurde 2007 geschlossen. Geplant ist, dass die letzten zivilen Teile des AAFES-Betriebs ab 2015 in Gießen komplett eingestellt werden sollen. Nach 2015 wird die Liegenschaft an die Stadt Gießen zurückgegeben. Brach liegende Teile des Geländes werden von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben betreut. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. »FLUGHAFEN GIESSEN« wird zur Beute der Natur; Giessener Allgemeine, 3. Juli 2011


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